Algenöl - die ursprüngliche & pflanzliche Omega 3 Quelle

Algenöl vegan mit Omega 3

Beim Stichwort Omega 3 Öl denkst Du an das Fischöl. Weniger bekannt ist, dass noch eine andere interessante Quelle für EPA und DHA existiert: Basis sind Mikroalgen, aus denen ein Öl gewonnen werden kann, das besonders reich an den gesunden Fettsäuren ist - das Algenöl.

Vielleicht steigst Du insgesamt erst in das Thema Omega 3 ein. Wir haben dir hier die wichtigsten Informationen zum veganen Algenöl mit Omega 3 und den Fettsäuren der Omega Familie zusammengestellt.

Die Omega Fettsäuren-Familie

Zur Omega-Familie gehören verschiedene Fettsäuren, die wir über Nahrungsmittel aufnehmen. Als "gute" und gesunde Fettsäure gilt Omega 3. Viel häufiger nehmen wir über Nahrungsmittel Omega 6 Fettsäuren auf. Omega 3 ist in verschiedenen Formen in unterschiedlicher Intensität vom Körper verwertbar.

Die ausschließlich in pflanzlichen Nahrungsquellen wie Leinsamen oder in Chia Samen enthaltene Alpha-Linolensäure, muss im menschlichen Organismus erst in andere Fettsäuren umgewandelt werden. Als Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) verarbeitet unser Körper Omega 3.

Selbstständig bilden wir Omega 3 Fettsäuren grundsätzlich nicht. Wir müssen sie immer wieder mit der Nahrung aufnehmen. Wir benötigen die Säuren in vielen Funktionsbereichen unseres Körpers.

Deshalb empfehlen einige Institutionen wie die europäische Lebensmittelbehörde EFSA und andere internationale Organisationen die tägliche Aufnahme von Omega. Es sind verschiedene Bedarfswerte in der Diskussion. Diese reichen von 250 mg täglich als Mindestwert bis zu weit über 1000 mg.

Omega 3 Öl von omega3zone

Warum Algenöle als Ergänzung unserer Ernährung?

In Algenölen ist Omega 3 in der ursprünglichsten Form enthalten. Mikroalgen bilden über Photosynthese direkt Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure aus. Die Algen werden von Fischen gefressen.

Der Mensch verzehrt fettreiche Fischarten wie Hering oder Makrelen. Ebenso werden Nahrungsergänzungsmittel angeboten, die Fischöle enthalten. Wenn wir Omega 3 Algenöl zu uns nehmen, können wir die wertvollen Fettsäuren in einer Form aufnehmen, die unser Körper sofort verwerten kann.

Wir bewegen uns dabei an der Quelle der Omega 3 Fettsäuren. Diese direkte Aufnahme hat Vorteile. Wir wissen bei einem hochwertigen Produkt zum Beispiel genau, wie viel Omega 3 darin enthalten ist.

Das wissen wir bei anderen Quellen und vor allem beim Verzehr von Fisch nicht immer ganz genau. Wollen wir von einer spezifischen Omega 3 Wirkung profitieren und genau dosieren, müssen wir die Werte kennen.

Reicht die Aufnahme von ALA?

Der menschliche Körper ist in der Lage, aus Alpha-Linolensäure (ALA) Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure zu bilden. ALA ist zum Beispiel in Chiasamen oder Leinsamen enthalten.

Mehrere Aspekte können dagegen sprechen, dass die Synthese der Omega 3 Fettsäuren in ihrer verwertbaren Form aus ALA ausreichend für unsere Versorgung ist.

  1. Es ist bis heute nicht geklärt, in welchem Umfang wir die Alpha-Linolensäure nutzen, um daraus die verwertbaren Omega 3 Fettsäuren herzustellen. Studien kommen hier nicht zu eindeutigen Ergebnissen, sodass Schätzungen und Anhaltspunkte für eine Umwandlung von Mengen zwischen 1 % und 10 % variieren. Auf diese Weise können wir keine definitiven Aussagen dazu treffen, wie viel Omega 3 wir etwa mit Leinsamenöl aufnehmen. 
  1. Eine weitere Problematik betrifft das Verhältnis zwischen ALA, Omega 3 und 6 Fettsäuren. Auch Omega 6 sind ungesättigte Fettsäuren. Sie enthalten unter anderem die Arachidonsäure. Diese Fettsäuren haben keinen guten Ruf. Sie gelten im Übermaß vorhanden als Trigger für Entzündungen im menschlichen Organismus. Hier könnten Zusammenhänge mit verschiedenen chronischen und lebensbedrohlichen degenerativen Erkrankungen bestehen. Beispielsweise sind Autoimmunerkrankungen von Entzündungen geprägt. Gleiches gilt für degenerative Gelenkserkrankungen.

Empfohlene Einnahme von Omega 3 und 6

Empfohlen wird für das Verhältnis von Omega 3 und Omega 6 ein Wert von 1 zu 1, maximal von 1 zu 2,5. Omega 6 Fettsäuren sind in vielen Nahrungsmitteln und vor allem auch Pflanzenölen enthalten. Obwohl die Aufnahme von pflanzlicher Nahrung und Ölen häufig empfohlen wird, gilt diese Empfehlung nur eingeschränkt für die Aufnahme von Omega 6.

Oft werden Pflanzenöle wie Sojaöl und Maisöl in Fertiglebensmitteln und Convenience Food verarbeitet, weil sie besonders preisgünstig sind. So nehmen viele von uns mit den modernen Ernährungsgewohnheiten vielmehr Omega 6 auf, als gesund für uns ist.

Durchschnittlich bewegt sich das Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3 inzwischen bei Werten zwischen 15 zu 1 und 15 zu 25. Dabei behindert Omega 6 die Umwandlung von ALA in die Omega 3 Bestandteile. Unter allen diesen Gesichtspunkten ist ein Omega 3 Mangel bei einer unbewussten und unausgewogenen Ernährung kaum auszuschließen.

Es ist deshalb fraglich, ob es ausreicht, ALA-haltige Nahrungsmittel auszunehmen, um für den menschlichen Körper genügend Omega 3 verfügbar zu machen.

Wirkung von Algenöl

Zu wenig Omega 3?

Ernährungsexperten, Ärzte und Wissenschaftler sind sich nicht einig darüber, wie viel Omega 3 am Tag als Bedarfswerte sinnvoll sind. Die EFSA legt den Mindestbedarf bei 250 mg täglich an, damit Omega 3 in bestimmter Weise auf den menschlichen Organismus positiv einwirken kann.

Es gibt auch Empfehlungen für höhere Bedarfswerte. Das gilt umso mehr, wenn die organischen Säuren bestimmte Beschwerdebilder und Erkrankungen lindern helfen sollen. Bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen deutlich, dass wir hier mit den empfohlenen 250 mg pro Tag nicht auskommen.

Die Empfehlungen bewegen sich dabei teilweise auf 2000 - 4000 mg Omega 3 pro TagHier findest du eine Übersicht zu den Dosierungsempfehlungen. Sie lassen sich aus bisherigen Studienergebnissen ableiten.

Algenöl: Wirkung von Omega 3

Die wertvollen Fettsäuren sind bisher noch nicht abschließend wissenschaftlich untersucht worden. Sie werden deshalb von Ärzten, Wissenschaftlern und Ernährungsexperten unterschiedlich beurteilt.

Nicht alle Institutionen, die sich mit Ernährung professionell befassen, sprechen deshalb Empfehlungen für die Aufnahme von Omega 3 aus. Dagegen lassen verschiedene Studien deutlich erkennen, dass Menschen mit bestimmten Beschwerden und Erkrankungen von einer zusätzlichen Zufuhr der Omega 3 Fettsäuren profitieren können.

Zusammengefasst leiten sich Wirkungen her, die häufig in der einen oder anderen Form auf entzündliche Prozesse im menschlichen Organismus reagieren.

Studien zufolge könnten Omega 3 Fettsäuren unter anderem:

  • Entzündungen hemmen.
  • das Blut verdünnen.
  • die Blutgerinnung beeinflussen.
  • das Herz schützen.
  • Thrombosen vorbeugen.
  • die Konzentrationsfähigkeit erhöhen.
  • auf die geistige Leistungsfähigkeit einwirken.

Wir werden uns in der Folge einige Studien näher ansehen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei Erkrankungen des Herzens wie Herzinsuffizienz oder der koronaren Herzerkrankung deuten Studien auf eine positive Wirkung von Omega 3 bei Dosierungen zwischen 800 und 1000 mg pro Tag hin.

Andere Studien konnte nicht direkt nachweisen, dass Omega 3 eine herzschützende Wirkung entfalten kann. Es besteht weiterer Forschungsbedarf zu diesem Thema.

Omega 3 bei Herzkrankheiten

ADHS bei Kindern

Mehrere Studien zeigen, dass Kinder von Omega 3 bei ADHS profitieren können. Dabei stehen Dosierungen zwischen 150 und 600 mg täglich für Omega 3 ADHS im Raum.

Demenz und Depressionen

Studien deuten auf Zusammenhänge zwischen Verbesserungen bei Depressionen und den Blutwerten von Omega 3 Fettsäuren im Blut hin. Bestimmte Blutspiegel können sich offensichtlich positiv auf depressive Erkrankungen und vielleicht auch auf weitere psychische Störungen wie Demenz auswirken.

Auch in diesem Bereich sind weitere Studien und Untersuchungen notwendig.

Entzündliche Prozesse

Entzündungen stehen schon lange im Verdacht, für degenerative Prozesse beispielsweise im Alter verantwortlich zu sein. Auch viele Erkrankungen sind durch chronische entzündliche Vorgänge geprägt. Das gilt beispielsweise für Autoimmunerkrankungen wie Rheuma und Lupus.

Ebenso für degenerative und entzündliche Veränderungen an Gelenken und den anderen Körpergeweben. Wie negativ sich Entzündungen insgesamt auf unsere Gesundheit auswirken, ist noch nicht abschließend erforscht. Einige Studien machen Hoffnung.

Omega 3 Fettsäuren könnten die entzündlichen Prozesse eindämmen helfen und sich deshalb positiv bei bestimmten Beschwerdebildern auswirken. Das wurde beispielsweise in einer Übersichtsstudie mit gesunden Probanden mittleren und höheren Alters mit Blick auf Entzündungsprozesse gezeigt.

Ebenso konnte eine positive Wirkung bei spezifischen Autoimmunerkrankungen wie etwa Lupus erythematosus, einer bekannten Autoimmunerkrankung, nachgewiesen werden.

Auch bei rheumatoider Arthritis, die ebenfalls durch eine fehlgesteuerte Immunfunktion unter anderem zu chronischen Entzündungen führt, konnte eine Studie Verbesserungen durch Omega 3 belegen.

Der Zusammenhang zwischen Omega 3 und Entzündungen bedarf weiterer Forschungen. Unter Umständen könnte hier Omega 3 als Gegenspieler der Entzündung fördernden Arachidonsäure fungieren.

Viele von Autoimmunerkrankungen betroffene Menschen stellen bei Umstellung ihrer Ernährung eine Verbesserung fest. Sie meiden dann zum Beispiel tierische Nahrungsmittel und fertig Lebensmittel.

Ein Hinweis darauf, wie negativ sich Omega 6 auf entzündliche Prozesse auswirken kann. Ebenfalls ein Zeichen dafür, dass Omega 3 eine antientzündliche Wirkung haben könnte. Einiges deutet schon darauf hin.

Hier muss die Forschung in zwei Richtungen verstärkt werden: Zum einen sollten wir mehr darüber erfahren, wie schädlich Entzündungen für unsere Gesundheit und mit Blick auf Alterungsprozess wirklich sind.

Zum anderen sollten die verschiedenen Fettsäuren in ihrer Wirkung gegenübergestellt werden. Schon jetzt lässt sich deutlich erkennen, dass es auf ein Gleichgewicht zwischen Omega 3 und Omega 6 ankommen wird. Hier lassen sich vielleicht noch weitere Ernährungsempfehlungen aussprechen.

Makuladegeneration und Omega 3

Die Makuladegeneration ist eine altersbedingte Augenerkrankung, bei der unter anderem Ablagerungen in den feinen Blutgefäßen der Augen eine Rolle spielen. Eine Übersichtsstudie konnte aufzeigen, dass hoch dosiertes Omega 3 sich positiv auf diese Erkrankung auswirken kann.

Bei der Anwendung von Omega 3 bei bestimmten Beschwerdebildern oder Erkrankungen kommt es insbesondere bei der Vorbeugung auf die Dosierung und Produktqualität sehr an. Nicht immer werden bei allen Studien die gleichen Maßstäbe bei diesen beiden Aspekten angelegt.

Deshalb lassen sich die Studienergebnisse nur bedingt miteinander vergleichen. Bedenken wir, dass zum Beispiel besonders das Gehirn und die Netzhäute der Augen mit Docosahexaensäure angereichert sind. Hier lässt sich ein physiologischer Zweck der Omega 3 Fettsäuren im menschlichen Körper nicht abstreiten.

Welche körperlichen Funktionen und Beschwerdebilder auf welche Dosierungen und welche Produktqualität ansprechen, bedarf noch weiterer wissenschaftlicher Forschung. Zurzeit überwiegen Studienergebnisse, die auf positive Effekte der wertvollen Fettsäuren deuten.

Omega 3 für eine verbesserte Sehkraft

Worauf du bei der Auswahl eines Produktes achten solltest

Ein Algenöl kaufen, das kann bei der Masse der Anbieter inzwischen eine Herausforderung sein. Wonach solltest Du Dich richten, wenn du dich für ein Produkt entscheidest? Nur hochwertige Produkte unterstützen deine Gesundheit.

Entscheidest du dich für ein Algenöl Bio, ist das in einem ersten Schritt schon einmal eine gute Wahl. Du schützt dich damit vor Belastungen des Produktes mit Fremdstoffen, die beim Anbau der Mikroalgen im konventioneller Form in dem Produkt enthalten sein könnten.

Ein hochwertiges Algenöl kaufen bedeutet für dich auch, die Gehalte an Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure zu kennen. Hier sollte dir das Produkt Informationen dazu geben, in welcher Menge die Omega 3 Fettsäuren enthalten sind.

Ein hochwertiges Omega 3 Algenöl ermöglicht es dir, über die Angabe der enthaltenen Mengen das Produkt für deine persönlichen Anwendungszwecke vernünftig zu dosieren. Du solltest erfahren, woher die Mikroalgen stammen, die Grundlage für das Produkt geworden sind.

Anders als manches Fischöl sollte das Eigenprodukt einen neutralen und angenehmen Geschmack haben. Sonst könntest du bezweifeln, dass dieses Öl tatsächlich aus Algen gewonnen worden ist.

Entscheide dich deshalb immer für ein besonders hochwertiges und vielleicht etwas teureres Produkt mit Herkunfts- und Qualitätsnachweisen.

Ein Algenöl in seiner ursprünglichsten Form wählen

Mit Algenöl liegt Omega 3 in seiner ursprünglichen Art vor. Keine Umwandlungsprozesse im menschlichen Organismus sind nötig. Du nimmst mit einem solchen Produkt Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure direkt in bestimmter Menge auf.

Es handelt sich um das ideale Omega 3 Öl. Im Idealfall entscheidest du dich für ein Algenöl Bio mit unbelasteten Produktrohstoffen. Das Produkt ist hochwertiger als Fischöle. Meeresbewohner sind heute regelmäßig mit Schwermetallen und anderen Stoffen belastet.

Solche Verunreinigungen wirken sich auch auf aus Fischen gewonnene Produkte aus. Mit einem Algenöl machst du grundsätzlich das volle gesundheitliche Potenzial von Omega 3 Fettsäuren für dich nutzbar. Bei qualitativ überzeugenden Produkten weißt du jederzeit, wie viel Omega 3 du täglich aufnimmst und kannst die Aufnahme der Fettsäuren steuern.

Das erhöht die Chance, von einer gewünschten Omega 3 Wirkung zu profitieren. Außerdem kannst du mit einem wertvollen Produkt aus Algen einem Omega 3 Mangel vorbeugen.


Thiemo Osterhaus - ÜBER DEN AUTOR

Thiemo Osterhaus studierte in Leipzig, Essen und Bonn Medizin und schloss das Studium mit dem Staatsexamen ab. Heute arbeitet er als Arzt für funktionelle Stressmedizin und ganzheitliche Gesundheit, betreibt erfolgreich seinen Podcast Medletics und bietet seinen Zuschauern auf seinem YouTube-Kanal Doc Thiemo zahlreiche Tipps, wie sie ihr allgemeines Wohlbefinden verbessern können.